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Gifte und Allergene im Mund

Vieles ist im Labor festzustellen
Amalgam kann zum Vergiftungen führen aber auch zu Allergien. Letzteres ist bereits bei einer kleinen Füllung möglich.

Bluttest – LTT auf Dentalersatzstoffe (Kunststoffe, Amalgam, Gold, Titan, Kleber, usw.) – Auch eigene Materialproben können getestet werden!

Allergische Sensibilisierungen auf zahnärztliche Werkstoffe können ursächlich für lokale und systemische Entzündungsreaktionen sein. Für die Abklärung von Metallsensibilisierungen haben sich die Standardmethoden des Lymphozytentransformationstest (LTT, MELISA) bewährt. Seit einiger Zeit erlauben nun optimierte Stimulationsverfahren neben der Untersuchung von Metallen auch die Untersuchungen individueller Reaktionen auf Kunststoffe (Prothesenkunststoffe, Komposits), Befestigungszemente, Wurzelfüllmaterialien und andere komplexe Werkstoffgemische.

Unproblematisch sind Testungen auf Metallsensibilisierungen

Bei Verdacht auf Metallunverträglichkeit ist eine Testung methodisch nicht sehr anspruchsvoll, da eine Immunreaktion stets auf die frei werdenden Metallionen stattfindet.

Bei der Fragestellung „Sensibilisierung auf Metalllegierungen“ ist die Einzeltestung auf enthaltene Metalle möglich, da sich Metallionen unabhängig von der Legierungszusammensetzung und der Verarbeitung nicht verändern. Lediglich unter dem Gesichtspunkt der Kosten kann es günstiger sein, eine Legierung als Ganzes zu testen, da die Testung einer Legierungsprobe (Testplättchen) mit 33,22 € deutlich preiswerter ist, als die Untersuchung der einzelne Metalle (je Metall 33,22 €). Nachteilig ist dann allerdings, dass das verantwortliche Metall im Falle einer positiven Reaktion auf das Legierungsgemisch nicht bekannt ist.

Vorsicht bei Kompositen und Zementen!

Anders ist dieses bei Kompositen, Zementen und Wurzelfüllmaterialien. Neben den bekannten potentiellen Allergenen (v.a. Abkömmlinge der Acrylsäure) sind nahezu immer eine Reihe von zusätzlichen Bestandteilen enthalten, über deren sensibilisierende Potenz im Einzelnen wenig bekannt ist. Leider sind auch nicht alle zahnärztlichen Werkstoffe umfassend deklariert. Zusätzlich werden im Verarbeitungsprozess Strukturen verändert, so dass sich endgültig im Mund enthaltene Allergene von den deklarierten Ausgangsprodukten unterscheiden.

Komplexe Materialien sollten komplex getestet werden!

Dem Wunsch vieler Mediziner und Zahnmediziner, derartige Materialien nativ, d.h. in der Gesamtheit, zu untersuchen, kann seit einiger Zeit nachgekommen werden.

Vorbeugende und kurative Testungen sind möglich.

Es gibt zwei Indikation, z.B. einen Zement, ein Komposit oder ein Wurzelfüllmaterial auf individuelle Sensibilisierung zu untersuchen:

1. Präventiv: das Material soll zum Einsatz kommen, z.B. zum Einkleben einer keramischen Versorgung. Vorher soll geprüft werden, ob gegenüber Inhaltsstoffen des Zementes eine Sensibilisierung besteht.

2. Kurativ: nach dem Einsetzen z.B. einer Keramik mit einem Befestigungszement oder nach der Applikation eines Wurzelfüllers treten Beschwerden auf. Mit dem LTT auf den Zement bzw. das Wurzelfüllmaterial soll ausgeschlossen werden, dass darauf eine Sensibilisierung besteht.

Testungen auf Nativmaterialien stellen deutlich höhere Ansprüche an das LTT-Labor als die Untersuchung von Standardprofilen.

Was wird benötigt?:

20 ml Heparinblut + 5 ml Vollblut, sowie Proben der zu testenden Materialien (diese werden Ihnen nach Testung zurückgesandt!).

Kann man auch bereits oral verarbeitetes Material nativ testen, z.B. wenn die Zusammensetzung nicht bekannt ist?

Ja, es ist möglich z.B. Abschlifffstaub mit ins Labor zu senden (siehe Musterbefund). Bei der Entnahme ist darauf zu achten, dass keine zusätzlichen Fremdwerkstoffe in die Probe gelangen. So sollten Metalle mit keramisch gebundenen Schleifkörpern entfernt werden! Beim Transport ins Labor ist eine Kontaminierung zu vermeiden, z.B. durch Einschweißen in Folie oder Transport in kleinen Glasbehältern (ggf. im Labor anfordern).

Die Kosten sind geringer als bei der Profiltestung.

Die Kosten für Nativmaterialtestungen betragen einmalig 23,32 € für die Zellaufbereitung des Patientenblutes + 33,22 € für jedes zu testende Material (1,0-facher GOÄ-Satz).

Im Labor sind neben allen Metallen eine Reihe kommerziell erhältlicher (Befestigungs)-zemente, Wurzelfüllmaterialien und Kunststoffmaterialien vorhanden.