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Bodycheck – Herz-Raten-Variabilität = HRV

Messung von Blutdruck
Lungenfunktion und Lungenalter
Körperanalyse (Wasseranteil, Fettanteil, Muskelanteil)
Urintest

HRV Messung – Herzratenvariabilität 

Prof. Dr. Dr.med. Michael Mück-Weymann, M.A. (1961 – 2010)
Arzt & Humanbiologe, Psychologischer Psychotherapeut & Philosoph  hat untersucht dass  die Variabilität des Herzschlags einen Globalindikator für den psychischen und physischen Zustand des Menschen in seiner Lebenswelt ist.  Ebenso  in der Neonatologie gehört die Erfassung der HRV zur Routinediagnostik, z.B. bi der Diagnostik der Neugeborenensepsis. Einige Fachgesellschaften haben die HRV-Analyse bereits in ihre Leitlinien aufgenommen (z. B. Deutsche Diabetes Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin, Programm für nationale Versorgungsleitlinien).

In der Allgemeinmedizin ist sie zur Risikostratifizierung von kardiovaskulären Erkrankungen, der diabetischen Neuropathie und der Depression sinnvoll.

Ein gesundes Herz schlägt nicht immer im gleichen Rhythmus, sondern passt sich der aktuellen Situation variabel an. Dies kann mit der Herzratenvariabilität (HRV) mit einigen EKG-Geräten die auch in einer Hausarztpraxis vorhanden sind, messen.  Auch wenn sich mit der HRV kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall zuverlässig voraussagen lassen, wird die HRV viel zu selten eingesetzt.  Es ist eine nichtinvasive Messmethode mit hoher Aussagekraft für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Fähigkeit des Herzens, den zeitlichen Abstand von einem Herzschlag zum nächsten belastungsabhängig zu verändern, wurde schon im dritten Jahrhundert beschrieben, was man Herzratenvariabilität (HRV) oder Herzfrequenzvariabilität nennt. Bei einer HRV-Analyse werden die Abstände zwischen den R-Zacken normaler Herzaktionen erfasst und deren Varianz ausgewertet (NN-Intervall, auch Beat-to-Beat-Intervall). Ein gesundes Herz schlägt also nicht wie ein Uhrwerk, sondern unterliegt dem Einfluss des autonomen Nervensystems: Sympathische und parasympathische  Nerven beeinflussen die Herztätigkeit, was man spüren kann bei der Beschleunigung des Pulses beim Einatmen und durch eine Verlangsamung beim Ausatmen. Diese atmungsabhängige Veränderung des Herzschlages  (Respiratorische Sinusarrhythmie (RSA)) ist bei jungen, gesunden Menschen deutlich ausgeprägt und gibt Aufschluss über die Herzgesundheit eines  vitalen und  elastischen Herzens sowie die sympatho-vagale Balance. Eine Vielzahl von Einflüssen (z. B. Stress, körperliche Belastung, Erkrankungen, Medikamente) kann diese Balance empfindlich stören .

HRV als prognostischer Marker
Generell geht eine eingeschränkte Regulation des vegetativen Nervensystems mit einer geringeren Lebenserwartung einher. Ursächlich kommt hierfür z. B. Stress in Betracht, der durch chronische Überaktivierung des sympathischen Nervensystems als Risikofaktor für die Koronare Herzkrankheit (KHK) gilt. Neben dieser Sympathikus-Überaktivierung stellt auch die erniedrigte parasympathische Aktivität einen Risikofaktor für eine beginnende oder bereits vorhandene Herzkreislauferkrankung dar . Ein reduzierter Vagotonus ( Vagus Nerv) zeigt sich typischerweise durch spezielle Veränderungen in der HRV-Analyse sowohl bei der Herzkreislauferkrankungen als auch bei deren Vorranschreiten wie die der Angina Pectoris. Man konnte zeigen, dass niedrige Low-Frequency-HRV-Werte einen hohen Vorhersage-Wert für das Vorliegen einer Herzkreislauferkrankung haben, und dass ein linearer Zusammenhang zwischen reduzierter HRV und dem Schweregrad der Herzkreislauferkrankung besteht.