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Behandlung mit Blutegel

Indikationen/ Einsatzgebiete:
Arthrose, Gelenkschmerzen, Rheuma, Durchblutungsstörungen, Tinnitus, Herpes Zoster, Varicose, Krampfadern, Blutergüsse, Hämatome, Rückenschmerzen. Abszesse und Hauterkrankungen, Tennisellbogen, Sudeck, Reflexdystrophie, Morbus Sudeck, Sudeck-Dystrophie, Algodystrophie und sympathische Reflexdystrophie.

Informationen für Patienten und den weiterbehandelnden Arzt
Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Bei Ihnen wurde die Indikation zu einer Behandlung mit „Blutegeln“ gestellt. Über eventuelle Nebenwirkungen und Kontraindikationen wurden sie von ihrem behandelnden Arzt bereits aufgeklärt. Nun wollen wir sie und ihren nachbehandelnden Arzt über den weiteren Verlauf der Behandlung informieren:

Nach Anlage der Blutegel über der ausgewählten Region wird ein steriler Verband („Druck-Saug-Verband“) angelegt und bis zum nächsten Tag belassen. Bitte schonen Sie sich am Tag der Blutegeltherapie und lagern Sie die behandelte Extremität möglichst erhöht.

Sollte es zu einer stärkeren Nachblutung kommen, geben wir Ihnen zusätzliches Verbandsmaterial mit, welches Sie im Bedarfsfall über den bereits bestehenden Verband anwickeln können. Falls diese Maßnahme nicht ausreicht oder falls andere Nebenwirkungen auftreten, die Ihnen Sorge bereiten, können Sie sich während der Sprechzeiten in der Praxis vorstellen.

Am nächsten Tag erfolgt ein Verbandswechsel, dieser sollte nach Möglichkeit in unserem Institut durchgeführt werden.

In machen Fällen kann es zu einer juckenden Rötung um die Bissstellen kommen. Dies ist in der Regel nicht bedrohlich und vermutlich Teil der Wirkung. Diese Symptome lassen sich meist mit einfachen Mitteln (z. B. Quarkauflagen, Kälteauflagen, Homöopathie (z. B. Hirudo comp. Globuli), Salbe gegen Insektenstiche (z. B. Fenistil®, Combuduron® Gel, etc.) gut behandeln. Sollte es zu schwererwiegenderen Erscheinungen (Fieber, Schüttelfrost, Kreislaufprobleme, etc.) kommen, müssen Sie sich umgehend mit uns oder einem anderen Arzt in Verbindung setzen.

Nach einer Blutegelbehandlung dürfen vier Wochen lang keine lokalen oder systemischen Wärmetherapien durchgeführt werden (Fango, Sauna, Thermalbäder, Hyperthermie, Hyperämisierende Salben, Moxibustion etc.). Auch lange Sonnenexposition vor allem bei empfindlicher Haut ist zu vermeiden!
Sollten Sie oder ihr behandelnder Arzt Fragen im Verlauf der Nachbehandlung haben, stehen wir Ihnen zu den üblichen Sprechzeiten unter der Nummer 05224-994677 zur Verfügung.

 

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

bei Ihnen ist eine Blutegelbehandlung geplant. In Deutschland handelt es sich um eine Methode der komplementären Medizin, die ergänzend oder statt den Methoden der Schulmedizin angewendet wird.

Risiken und Nebenwirkungen
Bei dieser Therapie treten nur sehr selten Nebenwirkungen auf.
Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

  • Blutung (verlängerte Nachblutung)
  • Juckende Hautrötungen um die Bissstellen (Allergie-ähnlich), Pseudolymphom
  • Sensibilisierung gegenüber Blutegelinhaltsstoffen
  • Infektion (Hautinfektion)
  • Vorübergehender Gelenkerguss
  • Pigmentstörungen, Vernarbungen an der Bissstelle

Falls Nebenwirkungen auftreten sollten, werden ggf. Gegenmaßnahmen erforderlich (z. B. bei Blutungen: Kompressionsverband, bei Infektion: Antibiotikum). Falls zu einem späteren Zeitpunkt Nebenwirkungen auftreten sollten, bitten wir um sofortige Rücksprache und gegebenenfalls Wiedervorstellung.

Kontraindikationen

  • Blutgerinnungsstörungen: z. B. durch Marcumar, Falithrom, oder bei Blutern
    (Hämophilie), verminderten Blutplättchen (Thrombozytopenie) u. a.
  • Akute Magen- oder Darmgeschwüren
  • Deutliche Blutarmut,
  • Erhebliche Immunschwäche (AIDS, Chemotherapie…)
  • Schwere chronische Erkrankungen (z. B. fortgeschrittene Krebserkrankungen, langjährige Dialyse, u. a.)
  • Ausgeprägte Wundheilungsstörungen (z. B. bei schlecht eingestelltem Diabetes mellitus, erheblichem Übergewicht, u. a.)
  • Bekannte Allergien gegen Blutegel-Inhaltsstoffe
  • Neigung zu überschießender Narbenbildung (Keloidbildung).

Bei auftretenden Komplikationen ist eine Wiedervorstellung erforderlich.