Wechseljahre Frau – Menopause – Klimakterium

Wechseljahre

Die Beschwerden der Wechseljahre sowohl bei der Frau als auch beim Mann lassen sich mit pflanzlichen Stoffen abmildern und auch komplett beheben. Hier können Produkte mit Nachtkerzenölen, Rotkleeextrakten, Sojaextrakten und Leinsamenextrakten sehr hilfreich sein. Auch Bioidentische Hormone werden von uns bei vielen Frauen empfohlen und rezeptiert.

Rimkus-Methode und bioidentische Hormone – individuelle Hormontherapie in unserer Praxis

Viele Patientinnen und Patienten, die sich mit einer natürlichen oder bioidentischen Hormontherapie beschäftigen, stoßen früher oder später auf den Begriff Rimkus-Methode. Doch was genau verbirgt sich hinter der Rimkus-Methode? Ist die Behandlung nach Rimkus etwas grundsätzlich Besonderes – oder handelt es sich im Kern um eine individuell abgestimmte Therapie mit bioidentischen Hormonen?

In unserer Praxis beschäftigen wir uns seit vielen Jahren intensiv mit der Diagnostik und Behandlung hormoneller Störungen. Dabei orientieren wir uns auch an wesentlichen Grundgedanken der Rimkus-Methode, gehen jedoch bewusst einen individuelleren und medizinisch umfassenderen Weg.

🧬 Was ist die Rimkus-Methode?

Die Rimkus-Methode wurde von dem deutschen Arzt Dr. med. Volker Rimkus entwickelt. Im Mittelpunkt steht der Ausgleich eines hormonellen Ungleichgewichts beziehungsweise Hormonmangels durch bioidentische – auch körperidentische oder humanidentische – Hormone.

Unter bioidentischen Hormonen versteht man Hormone, deren Molekülstruktur mit den vom menschlichen Körper selbst gebildeten Hormonen übereinstimmt.

Bei der klassischen Rimkus-Methode kommen insbesondere die Hormone

  • Estradiol (Östradiol, E2) und
  • Progesteron

zum Einsatz.

Je nach Situation können weitere Hormone und Faktoren berücksichtigt werden.

Ein wesentliches Prinzip der Rimkus-Methode besteht darin, die Hormone nicht pauschal in einer für alle Menschen gleichen Dosierung einzusetzen, sondern die Behandlung anhand von Beschwerden, klinischer Situation und Hormonwerten individuell anzupassen.

🔬 Was ist das Besondere an der Rimkus-Methode?

Die Rimkus-Methode hat wesentlich dazu beigetragen, die Aufmerksamkeit wieder auf einen wichtigen Gedanken zu lenken:

Eine Hormontherapie sollte möglichst individuell erfolgen.

Menschen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer körpereigenen Hormonproduktion, ihrer Beschwerden, ihres Alters, ihres Stoffwechsels, ihrer Begleiterkrankungen und ihrer individuellen Risiken.

Deshalb erscheint es wenig sinnvoll, jede Patientin nach einem vollkommen identischen Schema zu behandeln.

Genau dieser individualisierte Ansatz der Rimkus-Methode entspricht auch unserer Vorstellung einer modernen Hormontherapie.

Die Rimkus-Methode verbindet insbesondere drei Grundprinzipien:

1. Verwendung bioidentischer Hormone
Soweit medizinisch sinnvoll, werden Hormone verwendet, die strukturell den körpereigenen Hormonen entsprechen.

2. Individuelle Dosierung
Die Hormondosis wird nicht ausschließlich nach einem Standardschema festgelegt, sondern an die jeweilige Patientin beziehungsweise den jeweiligen Patienten angepasst.

3. Verlaufskontrollen
Beschwerden, klinische Entwicklung und gegebenenfalls Laborwerte werden im Verlauf überprüft und die Therapie entsprechend angepasst.

🧠 Ist die Rimkus-Methode eine völlig eigenständige Form der Hormontherapie?

Nicht ganz.

Estradiol und Progesteron sind selbstverständlich keine Erfindung der Rimkus-Methode. Beide Hormone werden seit vielen Jahren in der gynäkologischen und endokrinologischen Medizin eingesetzt.

Auch eine individualisierte Behandlung mit bioidentischem Estradiol und mikronisiertem Progesteron ist heute nicht mehr ausschließlich auf die Rimkus-Methode beschränkt.

Das Besondere der Rimkus-Methode liegt daher weniger in einem völlig neuen Wirkprinzip als vielmehr in einem bestimmten Behandlungskonzept und der konsequenten Individualisierung der Hormontherapie.

Aus unserer Sicht ist gerade dieser Gedanke sinnvoll.

Wir benötigen jedoch nicht zwingend ein festes, nach einer Person benanntes Therapieschema, um eine moderne und individuell angepasste Behandlung mit bioidentischen Hormonen durchzuführen.

⚖️ Unsere Hormontherapie in Anlehnung an die Rimkus-Methode

In unserer Praxis behandeln wir deshalb in Anlehnung an die Rimkus-Methode mit bioidentischen Hormonen.

Wir übernehmen dabei zentrale Prinzipien der Rimkus-Methode, ohne die Hormontherapie auf ein starres Schema zu reduzieren.

Im Mittelpunkt stehen bei uns:

  • eine ausführliche Anamnese,
  • die individuelle Symptomatik,
  • eine gezielte Hormondiagnostik,
  • Stoffwechsel- und Begleitfaktoren,
  • individuelle Risikofaktoren,
  • die Verwendung bioidentischer Hormone,
  • eine möglichst individuell angepasste Dosierung und
  • regelmäßige Verlaufskontrollen.

Dabei entscheiden wir individuell, welches Hormon, welche Dosierung und welche Applikationsform für die jeweilige Situation am sinnvollsten ist.

Damit geht unser Ansatz teilweise über die klassische Rimkus-Methode hinaus.

💊 Rimkus-Kapseln oder andere Formen bioidentischer Hormone?

Die klassische Rimkus-Methode arbeitet vorwiegend mit individuell hergestellten Hormonkapseln, insbesondere mit Estradiol und Progesteron.

Bioidentische Hormone stehen heute jedoch in unterschiedlichen Darreichungsformen zur Verfügung.

Dazu gehören beispielsweise:

  • mikronisiertes Progesteron,
  • Estradiol als Gel,
  • Estradiol als Pflaster,
  • Estradiol als Spray,
  • vaginale Hormonpräparate sowie
  • individuell hergestellte Rezepturen.

Welche Form gewählt wird, sollte unserer Auffassung nach nicht von einem Namen oder einem vorgegebenen Therapieschema abhängen, sondern von der individuellen medizinischen Situation.

Gerade beim Estradiol kann beispielsweise der transdermale Weg über die Haut aufgrund seiner Pharmakokinetik und seines Risikoprofils gegenüber einer oralen Einnahme Vorteile besitzen.

Deshalb verstehen wir eine moderne bioidentische Hormontherapie nicht als starre Kopie der Rimkus-Methode, sondern als individuelle Weiterentwicklung ihrer grundlegenden Idee.

🌿 Bioidentische Hormontherapie nach dem Grundgedanken von Rimkus

Patientinnen, die gezielt nach einer Rimkus-Behandlung, der Rimkus-Methode oder einer Hormontherapie nach Rimkus suchen, finden deshalb in unserer Praxis grundsätzlich genau den therapeutischen Ansatz, der häufig hinter dieser Suche steht:

eine individuell abgestimmte Behandlung mit bioidentischen Hormonen.

Dabei steht für uns jedoch nicht der Name Rimkus im Vordergrund, sondern die Frage:

Welche hormonelle Situation liegt bei diesem Menschen tatsächlich vor – und welche Therapie ist medizinisch am sinnvollsten?

Wir betrachten dabei nicht ausschließlich einzelne Hormonwerte, sondern versuchen, hormonelle Veränderungen im Gesamtzusammenhang zu beurteilen.

👩 Wechseljahre und Rimkus-Methode

Besonders häufig wird die Rimkus-Methode bei Beschwerden in den Wechseljahren gesucht.

Typische Beschwerden können beispielsweise sein:

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche,
  • Schlafstörungen,
  • Stimmungsschwankungen,
  • Erschöpfung,
  • Konzentrationsprobleme,
  • Veränderungen von Haut und Schleimhäuten,
  • vaginale Trockenheit,
  • Libidoveränderungen oder
  • Veränderungen von Muskel- und Knochenstoffwechsel.

Eine menopausale Hormontherapie kann insbesondere bei vasomotorischen Beschwerden sehr wirksam sein. Dabei sollte jedoch immer individuell entschieden werden, ob eine Hormontherapie sinnvoll ist und welche Hormone, Dosierungen und Applikationsformen geeignet sind.

🩺 Individuell statt nach Schema

Genau hier unterscheidet sich unser Ansatz von einer starren Anwendung der Rimkus-Methode.

Wir behandeln nicht einen Laborwert und auch nicht ausschließlich nach einem festen „Rimkus-Schema“.

Wir behandeln den Menschen.

Laborwerte können dabei wichtige zusätzliche Informationen liefern. Entscheidend bleiben jedoch die gesamte hormonelle Situation, die Beschwerden, Vorerkrankungen, Risikofaktoren und das therapeutische Ziel.

Die Dosierung kann deshalb im Verlauf angepasst werden.

✅ Rimkus-Methode – ja, aber individuell weitergedacht

Die Grundidee der Rimkus-Methode, bioidentische Hormone individuell einzusetzen, halten wir für einen wichtigen Ansatz moderner Hormonmedizin.

Gleichzeitig gibt es heute ein deutlich größeres Wissen über Hormone, unterschiedliche Applikationswege sowie individuelle Nutzen-Risiko-Konstellationen.

Deshalb behandeln wir unsere Patientinnen und Patienten in Anlehnung an die Rimkus-Methode, ohne uns ausschließlich auf ein bestimmtes Präparat, eine bestimmte Kapsel oder ein starres Behandlungsschema festzulegen.

Unser Ziel ist vielmehr eine

individuelle, kontrollierte und medizinisch begründete Therapie mit bioidentischen Hormonen.

Sie suchen eine Behandlung nach der Rimkus-Methode?

Wenn Sie gezielt nach der Rimkus-Methode, einer Rimkus-Hormontherapie oder einer Behandlung mit bioidentischen Hormonen nach Rimkus suchen, können wir Ihnen einen entsprechenden individuellen Therapieansatz anbieten.

Nach ausführlicher Anamnese und Diagnostik besprechen wir, ob eine Behandlung mit bioidentischen Hormonen sinnvoll ist und welche Form der Hormontherapie am besten zu Ihrer persönlichen Situation passt.

Mit dem Hormonrechner(opens in new tab) können schon Hinweise auf eine hormonelle Störung ermittelt werden. Zur genaueren Analyse werden die Hormone im Speichel untersucht, was eine genauere Bestimmung darstellt als eine Blutuntersuchung.

Östrogene:
1.Östradiol (=E2 = Estriol) ist das stärkste Östrogen und wirkt im ganzen Körper
2.Östriol (= E3 = Estriol) wirkt deutlich schwächer und ist besonders gut zur örtlichen Behandlung (Schleimhauthormon), in SSW stark erhöht.
Xapo creme (estriol)
natürl. Östrogene werden chemisch hergestellt, gleichen dem körpereigenen
Konjugierte Östrogen sind aus Pferdeurin
Äthinylöstradiol, z.B. in der Pille, hat erhöhte Thrombosegefahr, also nur kurz einsetzen

Östradiol bei Männer optimal ab ca. 20-30 pg/ml optiml ca 26 pg/ml (sonst viel mehr Osteoporose/Herzinfarkte)

Wirkung Östrogen: Endometrium Aufbau, Follikelreifung, Mammaaufbau, Vermehrt Fettgewebe, weibliche Fettverteilung, Salz und Flüssigkeitsretention, dralle Haut, Lubrikation von Schelimhäuten, Vermindert Wirkung von Schilddrüsenhormonen, Hemmung der Follikelreifung durch direkte Wirkung auf das Ovar, Stimuliert Haarwachstum (Kopf), erhöhte Blutgerinnung, Thromboseneigung, Gebärmuttrekrebs, Brustkrebs, Ovarium, Krebs, Autoimmunerkrankungen, reduziert Sauertsoffgehalt der Zellen, Verlust von Zink und Retention von Kupfer, Suppression der Osteoklasten
Symptome Östrogenmangel:
Bei Frau:
schlank, zierlich, idealistsich, perfektionistisch,fleißig, …
• Müdigkeit
• Haarausfall auf dem Scheitel
• Trockene, glanzlose, gereizte Augen
• Falten, z.B. senkrecht perioral
• Zyklusstörungen, Amenorrhoe
• Hitzewallungen
• Vulvovaginitis sicca
• Dyspareunie
• Libidoverlust
• Mammadystrophie
Beim Mann: Psychovegetative Symptome (Akuter Mangel), Schlafstörungen (Akuter Mangel), nächtl. Schwitzen (Akuter Mangel), Depressionen (Akuter Mangel), Erektile Dysfunktion, Arthrose, Osteoporose, Denkstörungen
Ursachen Östrogendominanz: Orale Kontrazeptiva, Viscerale Adipositas (höhere Aromataseaktivität), zu viel Fettgewebe, Postmenopausale endokrine Veränderungen, Östradiolkonzentration sinkt; Östron bleibt durch die Aromataseaktivität auf höherem Level erhalten, Ohne Zyklus keine Gelbkörperbildung -> Progesteron sinkt um 90-100%!!!! relativer Estrogenüberschuss, zu viel süßes -> Hyperinsulinäemie-> stimuliert Östrogen, zu viel Alkohol-> stimuliert Östrogen, Stress-> Hypercortisol, Xenoestrogene : hormonell aktive Umweltsubstanzen Substanzen in Kunststoffflaschen, Plastikspielzeug, Lebensmittelverpackungen, Dosen, Kleidern, Teflonpfannen, Haarfärbemitteln, Deo, Weichspüler, Pestizide, Herbiziden und Fungiziden
Bisphenol A
Polybromierte Biphenyle (PBP)
Polychlorierte Biphenyle (PCB)
Dioxin
DDT
U.a.

Sypmtome Östrogen-Dominanz-Symptome bei Männern und Frauen, wenn Östradiol zu Progesteron > 1:200
• Ängstlichkeit, häufig mit Depressionen, Unruhe, Konzentrationsbeschwerden,
PMS, Wasserretention, Spannungen in der Brust, schwere oder unregelmäßige Regelblutungen,
• Müdigkeit, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen,
• Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen,
• Libidoverlust,
• Verlangen nach Süßigkeiten, Gewichtszunahme, (Hüften und Oberschenkel)
• Gallenblasenerkrankungen, Thromboseneigung
• Blähungen, langsamer Stoffwechsel,
• Ödeme,
• Allergien, Autoimmunkrankheiten, Entzündungen
• Hypothyreose, Schilddrüsenunterfunktion, kalte Extremitäten
• Haarausfall
• Hitzewellen nachts

Progesteron:

Wirkung Progesteron: Sekretorisches Endometrium, unerlässlich für Erhalt der Schwangerschaft, Schütz vor Veränderungen des Brustgewebes, Liplyse, Diurese, Natriuese, natürliches Antidepressivum, schlaffördernd, Unterstützt Wirkung von Schilddrüsehormonen. Progesteron hat einen antagonistische Wirkung auf Testosteron da es das Enzym 5-alpha-ructase blockiert welches Testosteron in Di_hydroxytesosteron (DHT) umwandelt, welches erst richtig aktiv ist. Unterstützt Sauerstoffversorgung der Zellen, Normalisierung von Zink- und Kupferspiegel, Wirkt autoimmunsuppressiv, Stimulation der Osteoblasten, Schützt vor Gebärmutterkrebs, Brustkrebs, Eierstockkrebs, Normalisiert Blutgerinnung, Stabilisierung Glucosestoffwechsel
Symptome Progesteron-Mangel
• Nervöser, aggressiver Blick,
• Reizbarkeit, Angespanntheit, Angststörungen
• Schlafstörungen
• Angeschwollenes Gesicht, Hände, Füße,
• Makromastie
• Zysten in Brüsten, Eierstöcken, Uterusmyome
• Aufgedunsener Bauch, fettleibiger Unterkörper
• Brüste und Bauch druckempfindlich
• Prämenstruelle Kopfschmerzen
• Dysmenorrhoe
• Hypermenorrhoe

ganzheitlichemedizin-logo-1

Ähnliche Beiträge

Adresse

Nordhofstr. 173
(Zufahrt über Kuckuckspfad)
32130 Enger

ganzheitlichemedizin-logo-1

Sie können uns erreichen unter

Öffnungszeiten

Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
geschlossen