Mundstrom – Batterie im Mund

Mensch unter Strom – Galvanische Ströme – Mundstrom

Unterschiedliche Metalllegierungen können Auswirkungen auf Ihren Körper haben. Die Ursache sind Galvanische Ströme.

Dieser elektrischer Strom kommt ähnlich wie in einer Batterie zustande, wenn Sie unterschiedliche metallische Zahnersatzmaterialien im Mund haben. Zusammen mit Ihrem Speichel, der mit seinen enthaltenen Salzen Strom leiten kann entsteht so eine Batterie im Mund. Dass dies nicht gut für Ihren Körper sein kann ist verständlich. Patienten sagen sie stehen ständig unter Strom (und wissen oft gar nicht dass sie dies tatsächlich tun). Ansonsten können Schwindelgefühle, brennen der Zunge, Gleichgewichtsbeschwerden und sogar Tinnitus auftreten.

In unserer Praxis wird die Stromstärke mit entsprechend empfindlichen Voltmetern bzw. Amperemetern individuell im Mund zu messen. Hier liegt die tolerierbare Grenze bei etwa 75 Millivolt beziehungsweise 3 Milliampere. Starke Mundströme entstehen immer dann, wenn unedle Metalle wie zum Beispiel Amalgam oder medizinischer Prothesenstahl, mit edlen Metallen wie zum Beispiel Gold im Mund gemeinsam vorhanden sind. Aber auch zwischen Amalgamfüllungen könne sehr hohe Voltspannungen gemessen werden.

Wenn im Mund Strom fließt, werden Metallionen freigesetzt. Ionen sind durch Abspaltung oder Anlagerung von Elektronen elektrisch geladene Atome oder Atomgruppen, die aufgrund dieser Eigenschaft besonders reaktionsfreudig sind. Dies ist besonders kritisch bei Amalgamfüllungen, weil es so zur Auflösung des Amalgamgemisches kommt. Dabei gelangen die Metallionen über Zahnbein (Dentin) und Zahnmark (Pulpa) in den Kieferknochen und über den Speichel in den Magen. Das Quecksilber führt hier nachweislich zur Blockade wichtiger Enzymfunktionen.

Gelegentlich spüren betroffene Patienten diese Strombildung in Form von metallischen Geschmacksstörungen (Metallgeschmack). z.B. beim Ablecken eines Joguhrtdeckels oder eines Metalllöffels.

Im Mund und im Magen-Darmtrakt führen die aus Amalgamfüllungen gelösten Metallpartikel zu einer Verschiebung des pH-Wertes. Damit kommt es zur Änderung der physiologischen Darmflora zugunsten der Pilze. Untersuchungen haben gezeigt, dass etwa eine Darmsanierung nicht möglich ist, solange Amalgam in der Mundhöhle vorhanden ist.

Fazit:
Metalle sollten im Mund sparsam angewandt werden, da sie aufgrund der Strombildung das biologische System Mensch negativ beeinflussen können. Auf alle Fälle sollten nur Metalle gleicher Legierung verwendet werden (also zum Beispiel nicht Amalgam und Gold zusammen). Wobei hier zu beachten ist das Amalgam nicht gleich Amalgam und Gold nicht gleich Gold ist!!! Hinzu kommt die Antennenwirkung der Metalle, die in unserer heutigen Zeit nicht unproblematisch ist: Der uns umgebende Raum ist voll von Elektrosmog und Mikrowellen, die durch diese Antennenwirkung verstärkt werden.

Auch wenn einige Bereiche dieses Phänomens noch genauer zu untersuchen sind, bleibt die Feststellung, dass es nur sinnvoll sein kann, mögliche Gefahrenquellen von vornherein auszuschalten. Es gibt heute durchaus Möglichkeiten, auf Strom leitende Materialien bei der Anfertigung von Füllungen zu verzichten.